Wer international führt, verbringt den Arbeitstag meist in der Landessprache, oft in exzellentem Englisch. Und doch bleibt darin ein Rest Distanz: Die letzten zehn Prozent — das genaue Timing, der trockene Witz, die Wendung, die sitzt, die Gravitas, die nicht erklärt werden muss — leben in der Muttersprache. Auf Deutsch sind Sie ganz Sie selbst.
Ausgerechnet die Momente aber, die am meisten entscheiden, fallen ins Deutsche: der deutsche Aufsichtsrat, die deutschsprachige Keynote, die Verhandlung mit dem deutschen Gegenüber, deutsche Investoren, deutsche Medien, die Town Hall mit dem deutschsprachigen Teil des Hauses. Und diese Auftritte kommen selten — selten genug, dass die deutsche Auftrittsstimme aus der Übung fällt, während der fremdsprachige Alltag sie Tag für Tag unmerklich abflacht und ermüdet. Die Sprache, in der Sie am meisten wirken könnten, ist die, die am wenigsten trainiert wird.
Das Ergebnis spürt jeder, den es betrifft: Man führt auf Englisch souverän durch komplexe Runden — und steht dann vor dem deutschen Publikum einen halben Schritt neben sich. Das Tempo zu schnell, der Atem knapp, die Stimme höher als sonst, ein Füllwort zu viel, und die Wirkung, die im Englischen selbstverständlich ist, will sich auf Deutsch nicht ganz einstellen. Nicht, weil Ihnen etwas fehlt — sondern weil dieser Auftritt keine Bühne zum Üben hatte.
Und hier ist die eigentliche Lücke: Im Ausland gibt es niemanden, der genau das auf Deutsch und auf Ihrem Niveau coacht. Die lokalen Coaches arbeiten in der Landessprache; die deutschen Programme finden zu Hause statt, in einem Raum, einmal, mit Anreise. Was fehlt, ist die kontinuierliche deutsche Stimm- und Auftrittsarbeit von dort, wo Sie leben — genau die schließt Von Heimar. Ihre stärkste Sprache, endlich trainiert für die Momente, in denen sie am meisten zählt.