Ein Junge, 14, aus einer internationalen Familie. Drei Jahre an einer British School in Dubai, jetzt bei Ihnen. Im Aufnahmegespräch klang das Deutsch solide. Jetzt zeigt sich: Es reicht für Gespräche, aber nicht für den Fachunterricht. Er versteht den Geschichtstext nicht. Er kann eine Analyse nicht formulieren. Er schreibt Aufsätze, die klingen wie Übersetzungen aus dem Englischen. Seine Noten haben nichts mit seiner Intelligenz zu tun — sie haben mit seiner Sprache zu tun.
Die Fachlehrer sehen es. Aber was sollen sie tun? Stützunterricht arbeitet am Schulstoff — die nächste Klausur, das nächste Kapitel. Was dieser Junge braucht, ist etwas anderes: Arbeit an der Sprache darunter. An der Bildungssprache. Am Fundament, auf dem der Schulstoff erst verstanden werden kann.


