16.500 Deutsche in der Île-de-France — und ein Bildungsnetz, das falsche Sicherheit gibt.

16.500 Deutsche in der Region Île-de-France. Familien in Saint-Germain-en-Laye, in Versailles, im 16. Arrondissement, in Neuilly-sur-Seine. Berufstätige bei der OECD, bei Airbus, bei internationalen Kanzleien, in der Finanzbranche, bei der Deutschen Botschaft. Studierende, Forschende, Kulturschaffende.
Paris hat etwas, das keine andere Stadt außerhalb des deutschsprachigen Raums bietet: ein echtes deutsch-französisches Bildungsnetz. Die Internationale Deutsche Schule Paris. Das Lycée International in Saint-Germain-en-Laye mit seiner renommierten deutschen Abteilung. Das Deutsch-Französische Gymnasium in Buc. Bilinguale Kindergärten, ABIBAC-Programme, deutsch-französische Sections Internationales.
Diese Infrastruktur ist beeindruckend. Und sie erzeugt ein Gefühl der Sicherheit: Unser Kind wächst bilingual auf, alles ist organisiert. Bis sich zeigt, dass das Bilinguale seine eigenen Probleme hat. Dass ein Kind, das in zwei Sprachen lebt, in beiden Sprachen Unterstützung brauchen kann. Und dass die Orthophonistin in Paris zwar die französische Hälfte beurteilen kann — aber nicht die deutsche.
Hinzu kommt: Viele deutsche Familien in Paris schicken ihre Kinder nicht auf die iDSP oder nach Saint-Germain-en-Laye, sondern auf eine école publique oder eine französische Privatschule. Bei diesen Kindern verschwindet das Deutsche — langsam, stetig, und von niemandem bemerkt außer den Eltern.







