Die Firma zahlt Schule, Wohnung, Krankenversicherung. Nur das eine kann sie nicht organisieren.

Sein Arbeitgeber hat ihn geschickt. Siemens Energy, BASF, Deutsche Bank, McKinsey, Porsche — oder eines der hundert deutschen Unternehmen, die in Dubai oder Abu Dhabi präsent sind. Die Firma zahlt die Schule — 80.000 bis 120.000 AED pro Jahr an der DISD oder der GISAD. Die Firma zahlt die Wohnung — in Jumeirah, in Dubai Marina, in Saadiyat Island. Die Firma zahlt die Krankenversicherung. Steuerfreies Einkommen obendrauf.
Alles ist organisiert. Bis auf das eine, das die Firma nicht organisieren kann.
Die Lehrerin an der DISD beobachtet: Ihr Kind spricht undeutlich. Oder: Die Sätze sind kürzer als bei den Mitschülern. Oder: Es liest auf Deutsch deutlich langsamer. Sie empfiehlt eine Abklärung. Aber bei wem?
Der englischsprachige Speech Therapist in der Healthcare City kann die deutsche Grammatik eines Sechsjährigen nicht beurteilen. Er kennt die Normen nicht, die Verfahren nicht. Und der Kinderarzt in Deutschland? Hat beim nächsten Heimflug in drei Monaten einen Termin. Vielleicht.
Diese Familien sind es gewohnt, dass Geld jedes Problem löst. Und hier, zum ersten Mal, tut es das nicht.







