Redeangst ist überall belastend. Im Ausland aber kommt für eine deutsche Führungskraft Ungünstiges zusammen. Die Auftritte, die am meisten auf dem Spiel stehen, sind oft die deutschsprachigen und hochexponierten: die Keynote vor der Branche zu Hause, der Vorstand, die Town Hall mit dem deutschsprachigen Teil des Hauses. Sie kommen selten, sie wiegen schwer — und genau auf sie richtet sich die Angst mit voller Wucht.
Dazu legt der fremdsprachige Alltag manchmal noch eine Schicht darüber. Wer den ganzen Tag in einer zweiten Sprache spricht, in der er sich vielleicht ohnehin einen Tick weniger sicher fühlt, trägt eine leise Grundanspannung mit sich, die sich mit der Redeangst verbinden kann. Der Ort, an dem man eigentlich am sichersten sein sollte — die eigene Sprache —, wird so nicht automatisch zum sicheren Boden.
Und dann ist da die Lücke, die im Ausland am schwersten wiegt: Es gibt niemanden, der auf Deutsch, diskret und auf Augenhöhe daran mit einem arbeitet. Rede-Coaching vor Ort läuft in der Landessprache; die deutschen Angebote sind zu Hause, in Gruppen, in einem Seminarraum — für ein so persönliches Thema oft das Falsche. Wer betroffen ist, schweigt lieber und arrangiert sich mit dem Vermeiden.
Dabei ist gerade dieses Thema gut angehbar — und ein großer Teil davon über den Körper und das Sprechen. Genau hier setzt Von Heimar an: mit der sprech-, atem- und auftrittsbezogenen Arbeit an der Redeangst, in Ihrer Sprache, an genau den deutschen Situationen, die zählen, online und vertraulich. Ehrlich in der Grenze — wo eine krankhafte Angst dahintersteckt, gehört sie in psychotherapeutische Hände, und das sagen wir offen. Aber niemand sollte seine Laufbahn davon deckeln lassen, nur weil es im Ausland an einer diskreten, deutschsprachigen Anlaufstelle fehlt.