Diplomaten, Direktoren, Familien — und nichts auf Deutsch.
Genf beherbergt über hundert internationale Organisationen. UNO, WHO, IKRK, WTO, CERN, WIPO, ILO — und mit ihnen tausende deutschsprachige Mitarbeiter und ihre Familien. Diplomaten, Direktoren, Wissenschaftler, Juristen. Menschen, die für drei, fünf, zehn Jahre in Genf leben und deren Kinder auf die Deutsche Schule Genf gehen, auf den deutschen Zweig einer internationalen Schule, oder — und das ist die Mehrheit — auf eine école publique, weil die Familie langfristig bleibt.
Diese Familien haben Zugang zu allem. Privatschulen, Privatärzte, Privatversicherungen. Aber wenn ihr Kind eine Sprachstörung hat oder wenn das Deutsche schwächer wird: nichts. Kein Anbieter in Genf, der das auf Deutsch beurteilen kann. Sie fragen den Kinderarzt in Deutschland. Der sagt: Kommen Sie im Sommer. Sechs Monate warten. Für drei Termine.



