Sprachentwicklungsstörung · Kinder

Eine Störung zeigt sich
in jeder Sprache.
Im Ausland sieht sie niemand.

Sprachtherapie und Sprachförderung. Auf Deutsch. Online, überall auf der Welt — und vor Ort, wenn eine intensive Phase es verlangt.

Erstgespräch vereinbaren

Termine binnen 48 Stunden·Diskret

Bildplatzhalter Hero Sprachentwicklungsstörung

Für Familien in über 20 Ländern. Kein Rezept nötig. Keine Wartezeit.

Aufgeschlagenes Bilderbuch mit sanften Illustrationen auf einem Bett
Worum es geht

Nicht jede späte Sprache ist eine Störung. Aber manche schon.

Kinder lernen Sprache in ihrem eigenen Tempo. Das eine spricht mit achtzehn Monaten in Sätzen, das andere sammelt bis drei Jahre und legt dann los. Diese Bandbreite ist normal, und die meisten Kinder, um die sich Eltern sorgen, entwickeln sich am Ende völlig unauffällig.

Bei einem Teil der Kinder ist es anders. Etwa sieben von hundert Kindern entwickeln eine Sprachentwicklungsstörung — die häufigste Entwicklungsstörung im Kindesalter überhaupt, bei Jungen etwa doppelt so oft wie bei Mädchen. In der internationalen Klassifikation heißt sie heute Developmental Language Disorder. Sie bedeutet: Die Sprache entwickelt sich nicht nur langsamer, sondern anders — obwohl das Kind normal hört, normal begabt ist und genug Sprache um sich herum hat.

Betroffen sein kann jeder Bereich: der Wortschatz, der zu klein bleibt. Die Grammatik, die sich nicht ordnet — Fälle, Zeitformen, Satzbau. Das Verstehen, das hinter dem Sprechen zurückbleibt. Die Aussprache, die auffällt. Oft mehrere Bereiche gleichzeitig.

Eine Sprachentwicklungsstörung verschwindet nicht von allein. Unbehandelt zieht sie sich in die Schule hinein — als Schwierigkeit beim Lesen und Schreiben, beim Verstehen von Aufgaben, beim Formulieren. Deshalb ist das Entscheidende nicht, ob man sich Sorgen macht. Das Entscheidende ist, ob jemand früh und genau hinschaut. Und genau das ist im Ausland das Problem.

Anzeichen

Was auffällt — je nach Alter unterschiedlich.

Eine Sprachentwicklungsstörung sieht mit drei Jahren anders aus als mit sieben. Die folgenden Punkte sind keine Checkliste, an deren Ende ein Urteil steht — sie sind das, worauf Eltern und wir gemeinsam schauen. Ein einzelnes Zeichen bedeutet wenig. Mehrere über längere Zeit sind ein Grund, genauer hinzusehen.

01Kleinkind

Mit zwei noch sehr wenige Wörter,
keine Zweiwortsätze.
Das Kind zeigt und deutet, wo es längst sprechen könnte.

Menschen außerhalb der Familie verstehen es kaum. Manche Kinder verstehen deutlich mehr als sie sprechen — bei anderen bleibt auch das Verstehen auffällig zurück. Das erste, was Eltern bemerken, ist selten die Grammatik. Es ist das Gefühl, dass die Sprache nicht losgeht.

Kleinkind zeigt auf ein Bilderbuch, deutet statt zu sprechen
Kleinkind · etwa 2 bis 3 Jahre
Kind im Kindergarten bei einer Sprechübung mit Bildkarten
Kindergartenkind · etwa 4 bis 6 Jahre
02Kindergartenkind

Sätze bleiben kurz und einfach,
während andere längst erzählen.
Grammatik ordnet sich nicht — Fälle, Zeiten, Reihenfolge.

Das Kind sucht nach Wörtern, umschreibt, weicht aus. Es folgt einer Geschichte schlecht oder kann selbst keine erzählen. Laute fehlen oder werden ersetzt, sodass die Aussprache auffällt. In der Gruppe wirkt es jünger, als es ist — und zieht sich zurück.

03Schulkind

Neue Wörter bleiben nicht hängen.
Anweisungen überfordern.
Beim Lesen und Schreiben zeigt sich, was mündlich fehlt.

Erzählen und Nacherzählen fällt schwer. Schriftsprache baut auf gesprochener Sprache auf — deshalb tauchen die ersten Schwierigkeiten oft im Diktat und in Textaufgaben auf, nicht im Sprechen selbst. Das Kind wirkt in Gesprächen jünger, als es ist, und zieht sich sprachlich zurück.

Grundschulkind über Buch gebeugt, lernt lesen
Schulkind · ab etwa 6 Jahren

Im Ausland kommt ein Zeichen dazu,
das viele Eltern falsch deuten:
Das Kind fällt in beiden Sprachen auf.

Warum das der wichtigste Hinweis überhaupt ist, steht im nächsten Abschnitt.

04Das eigentliche Problem

Eine echte Störung zeigt sich in jeder Sprache. Im Ausland testet niemand die richtige.

Hier liegt der Unterschied, den fast niemand kennt — und der über Jahre entscheidet.

Eine Sprachentwicklungsstörung ist nicht an eine Sprache gebunden. Sie liegt im Kind, nicht im Deutschen oder im Englischen. Deshalb zeigt sie sich, wenn sie vorliegt, in allen Sprachen des Kindes. Das ist der zentrale Befund der Forschung — und zugleich der Schlüssel: Ein Kind, das nur im Deutschen schwächelt, weil zu Hause zu wenig Deutsch gesprochen wird, hat keine Störung. Ein Kind, das in beiden Sprachen an dieselben Grenzen stößt, sehr wohl.

Um das zu erkennen, muss jemand beide Seiten beurteilen können — und die deutsche mit den richtigen Maßstäben. Genau das passiert im Ausland nicht.

Der Logopäde in Genf, in London, in Dubai testet auf Französisch, Englisch, Arabisch. Er misst das Kind an den Normen seiner eigenen Sprache. Und dort gibt es nur zwei mögliche Fehler — und beide passieren ständig:

Der eine: Die Störung wird übersehen. Das Kind spricht die Landessprache noch nicht flüssig — also wirkt alles wie normale Mehrsprachigkeit. „Geben Sie ihm Zeit." Die echte Störung, die im Deutschen genauso da ist, bleibt unbehandelt. Jahre vergehen. Das kritische Zeitfenster schließt sich.

Der andere: Ein völlig gesundes mehrsprachiges Kind wird für gestört gehalten — weil seine Zweitsprache hinterherhinkt, was normal ist. Es bekommt einen Stempel, den es nicht verdient.

Wie oft das schiefgeht, ist untersucht: Werden mehrsprachige Kinder an einsprachigen Normen gemessen, liegen die Fehldiagnoseraten bei bis zu fünfzig Prozent. An einer spezialisierten Universitätsambulanz hatte etwa die Hälfte der Kinder, die mit dem Verdacht kamen, am Ende gar keine klinisch relevante Störung. In beide Richtungen wird geirrt — und Ihr Kind steht mittendrin.

Die eine Einschätzung, die Klarheit bringt, gibt es an Ihrem Wohnort nicht.
Das ist keine Randlücke. Das ist der Grund, warum Von Heimar existiert.

Kind allein am Fenster, unscharfer Familienalltag im Hintergrund
Der stille Fehler · Weltweit
Therapeutin arbeitet mit Kind und Elternteil an einem Tisch mit Bildkarten
Wie wir arbeiten

Erst Klarheit. Dann Therapie. Beides auf Deutsch.

Bevor irgendjemand von Therapie spricht, steht eine Frage: Liegt überhaupt eine Störung vor — oder braucht das Deutsche Ihres Kindes einfach mehr Nahrung? Diese Unterscheidung ist die schwierigste in der ganzen Sprachentwicklung. Wir treffen sie nicht nebenbei.

Drei Schritte · Eine Person
01Einschätzung · beide Sprachen

Einschätzung — erst Klarheit, dann alles Weitere.

Wir schauen uns die Sprache Ihres Kindes genau an — mit Verfahren, die für die deutsche Sprache gemacht sind, und mit dem Blick für den Unterschied zwischen Mehrsprachigkeit und Störung. Sie schildern uns die Sprachbiografie: welche Sprachen wann dazukamen, wie sich jede entwickelt. Am Ende sagen wir Ihnen ehrlich, was Sache ist. Reicht Förderung, sagen wir das. Ist es eine Störung, benennen wir sie.

02Plan · kein Standardpaket

Plan — auf dieses Kind zugeschnitten.

Wenn eine Therapie nötig ist, bekommt Ihr Kind einen Plan, der zu ihm passt — nicht ein Standardpaket. Wir setzen an dem an, was am dringendsten trägt: Wortschatz, Grammatik, Verstehen, Erzählen, Aussprache. Sie wissen jederzeit, woran wir arbeiten und warum.

03Therapie · eine feste Person

Therapie mit einer festen Person — dieselbe Therapeutin über Monate.

Ihr Kind arbeitet mit einer Therapeutin. Immer derselben. Kein Wechsel, kein Neuanfang, kein wiederholtes Erklären der Geschichte. Bei jüngeren Kindern sind Sie als Elternteil dabei und werden angeleitet, das Gelernte in den Alltag zu tragen. Denn was im Alltag geübt wird, hält.

04Was daraus folgt

Weil dieselbe Person bleibt,
entgeht ihr nichts.

Auch das, was sich erst mit der Zeit zeigt — eine begleitende Lese-Rechtschreib-Schwäche etwa — erkennt Ihre Therapeutin, weil sie das Kind kennt, nicht nur den Termin.

Zwei Wege, ein Ziel

Wöchentlich online. Und vor Ort, wenn eine Phase es verlangt.

Mutter und Kind vor einem Laptop, Therapeutin auf dem Bildschirm, häusliches Umfeld

Wöchentlich online.

Die wöchentliche Sitzung findet bei Ihnen zu Hause statt, per Video, in Ihrer Zeitzone. Ihr Kind sitzt in seiner Umgebung, mit seiner Therapeutin am Bildschirm — und ist danach wieder im Alltag, ohne Anfahrt, ohne Wartezimmer. Woche für Woche, dieselbe Person.

Für die Sprachentwicklung zählt genau das: Regelmäßigkeit über die Zeit. Kontinuität ist bei diesem Störungsbild kein Kompromiss, sondern das eigentliche Werkzeug.

Und dann kommt eine intensive Phase.

Manchmal braucht es einen konzentrierten Block: tägliche Sitzungen über eine oder zwei Wochen, bei Ihrer Familie zu Hause. Dann reist die Therapeutin, die Ihr Kind aus den Online-Sitzungen längst kennt, zu Ihnen — an den Genfersee, nach Singapur, nach Dubai.

Danach geht es online weiter. Kein Bruch, kein fremdes Gesicht. Dichte, wenn sie gebraucht wird.

Was die Studien sagen.

Dass Sprachtherapie online wirkt, ist keine Behauptung, sondern untersucht: In einer kontrollierten Studie einer deutschen Universitätsklinik mit über 350 Kindern erwies sich die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen per Video als wirksam. Für die meisten Familien im Ausland ist das die Nachricht, auf die sie gewartet haben — weil es das, was ihr Kind braucht, am Wohnort schlicht nicht auf Deutsch gibt.

Dubai · Singapur · Genf
Das Kind, das nie richtig loslegte

Er ist vier. Deutsch zu Hause,
Englisch überall sonst.
Spät, wenig, undeutlich — in beiden Sprachen.

Der Kinderarzt vor Ort winkt ab: bilingual, das dauert. Die Eltern spüren, dass mehr dahintersteckt, finden aber niemanden, der es auf Deutsch beurteilen kann.

Kleiner Junge zwischen Mutter und Therapeutin an einem Tisch mit Lernkarten
Mädchen im Schulalltag in internationaler Schule
Internationale Schule · weltweit
Das Kind mit dem Stempel

Sie ist sechs, erzählt auf Deutsch
stundenlang.
In der Schule: „Sprachabklärung — auffällig."

Der Test lief auf Englisch, gemessen an einsprachigen Normen. Die Eltern ahnen, dass das nicht stimmt. Sie brauchen jemanden, der die gesunde Seite sieht — und den Stempel wieder abnehmen kann.

Zürich · New York · Wien
Das Kind, das umgezogen ist

Er ist sieben. In Deutschland
gerade Therapie begonnen —
und dann kam der Job der Eltern.

Die Therapie riss ab. Am neuen Ort gibt es nichts auf Deutsch. Was er begonnen hatte, verpufft, wenn es jetzt nicht weitergeht.

Junge mit Mutter und Therapeutin im hellen Beratungsraum

Drei verschiedene Familien,
dieselbe Lücke.
Von Heimar ist für alle drei da.

Kind bei einer Sprachübung mit Therapeutin, ruhige Praxisatmosphäre
Aus unserer ArbeitFamilien im AuslandDeutsch als Muttersprache
Was wir beobachten

Die Eltern haben
fast immer recht.

Die Familien, die mit dieser Frage zu uns kommen, haben meist schon einen langen Weg hinter sich. Sie haben den Kinderarzt vor Ort gefragt, die Schule, manchmal einen Therapeuten in der Landessprache. Und sie haben überall dieselbe Antwort bekommen: Das ist die Mehrsprachigkeit, das gibt sich.

Was wir beobachten: Wenn Eltern über Monate das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, steckt meistens etwas dahinter. Nicht immer eine Störung — oft ist es reine Förderung, die reicht, und wir sagen das dann auch klar. Aber die elterliche Beobachtung, dass ein Kind in beiden Sprachen an dieselben Grenzen stößt, ist einer der verlässlichsten Hinweise, die es gibt. Verlässlicher als ein Test in der falschen Sprache.

Und wir beobachten, wie viel sich löst, sobald zum ersten Mal jemand auf Deutsch genau hinschaut. Nicht, weil ein Wunder geschieht — sondern weil die Familie endlich weiß, woran sie ist. Die einen bekommen die Entwarnung, auf die sie gehofft haben. Die anderen bekommen endlich die Therapie, auf die ihr Kind seit zwei Jahren wartet.

Beides ist ein Gewinn.
Und beides ist auf Deutsch.

Häufig gefragt

Häufige Fragen
von Eltern im Ausland.

Der erste Schritt

Alles beginnt mit
einem Gespräch.

20 bis 30 Minuten, per Video. Sie erzählen uns, wie Ihr Kind aufwächst, welche Sprachen es spricht, was Ihnen auffällt und seit wann. Wir hören zu und sagen Ihnen ehrlich, ob und wie Von Heimar helfen kann.

Erstgespräch — Einschätzung — Plan — Beginn.

Kein Rezept. Keine Genehmigung. Keine Wartezeit.

Kein Formular mit 20 Feldern · Auch buchbar über Ihre Assistenz