Bei diesem Störungsbild schlägt die Auslandssituation gleich zweimal zu — bei der Erkennung und bei der Behandlung.
Zuerst die Erkennung. Die Sprechapraxie ist selten und gilt selbst unter Fachleuten als schwer zu erkennen; in der Literatur heißt es, sie werde „aus Unkenntnis oft nicht diagnostiziert“. Das passiert in Deutschland, mit deutschen Fachleuten. Im Ausland, wo ohnehin niemand die deutsche Sprache Ihres Kindes beurteilt, geht sie fast mit Sicherheit unter. Das schwer verständliche Sprechen wird der naheliegendsten Erklärung zugeschlagen: „Late Talker“, „das ist die Zweisprachigkeit“, „eine Ausspracheschwäche, das gibt sich“. Die eigentliche Ursache bleibt unerkannt — und Jahre verstreichen.
Dann die Behandlung. Selbst wenn ein Kind vor Ort Therapie bekommt, wird es meist mit der Methode für eine gewöhnliche Aussprachestörung behandelt — und die greift bei einer Sprechapraxie nicht. Das ist der Grund, warum diese Kinder als „therapieresistent“ gelten: nicht, weil sie nicht lernen könnten, sondern weil die falsche Methode angewandt wurde. Eine Sprechapraxie braucht etwas ganz Bestimmtes.
Und dieses Bestimmte ist das genaue Gegenteil dessen, was das Ausland bietet. Eine Sprechapraxie verlangt hochfrequente, intensive, wiederholungsreiche Übung — Fachverbände empfehlen für das Kindesalter typischerweise drei bis fünf Sitzungen pro Woche, deutlich mehr als bei anderen Sprechstörungen. Sie verlangt, dass die Bewegungsabfolgen genau der Sprache aufgebaut werden, die das Kind sprechen soll — bei Ihrem Kind die des Deutschen. Und sie verlangt ein konstantes, präzises Vorbild, das dem Kind dieselben Bewegungsmuster immer wieder in gleicher Weise zeigt. Eine einzelne Wochenstunde bei einer Therapeutin, die in einer anderen Sprache und mit der falschen Methode arbeitet, ist hier nicht wenig Hilfe — sie ist die falsche Hilfe.
Genau für dieses Gegenteil ist Von Heimar gebaut.
Das ist der Grund, warum Von Heimar existiert.