Stottern bei Kindern

Stottern kennt
keine Sprachgrenze.
Die Therapie schon — denn sie läuft über Sie, auf Deutsch.

Sprachtherapie und Sprachförderung. Auf Deutsch. Online, überall auf der Welt — mit Ihnen als angeleiteter Begleiter, während das Zeitfenster noch offen ist.

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Kinderhand blättert eine Seite in einem Bilderbuch um

Für Familien in über 20 Ländern. Kein Rezept nötig. Keine Wartezeit.

Kind im Gespräch mit den Eltern
Worum es geht

Nicht jedes Stolpern ist Stottern. Aber echtes Stottern erkennt man.

Fast alle Kinder sprechen in bestimmten Phasen unflüssig. Sie wiederholen ein ganzes Wort, hängen ein „ähm" ein, machen Pausen, fangen einen Satz neu an — besonders in Schüben, wenn gerade viel Neues an Sprache dazukommt. Das ist normal und geht vorüber.

Echtes Stottern sieht anders aus. Das Kind wiederholt nicht das ganze Wort, sondern hängt an einem Laut oder einer Silbe fest: „Ka-ka-Katze". Es dehnt einen Laut: „Ffffisch". Oder es blockiert — das Wort will heraus, und es kommt nichts, der Mund steht unter Spannung. Oft merkt man dem Kind die Anstrengung an.

Was Eltern wissen sollten, weil es sie entlastet: Stottern ist keine Folge von Nervosität, von zu viel Fernsehen oder von einem Erziehungsfehler. Es ist zum großen Teil erblich und hat seinen Ursprung in der Art, wie das Gehirn Sprechbewegungen plant. Es beginnt meist zwischen zwei und sechs Jahren, oft ganz plötzlich, und trifft etwa jedes zwanzigste Kind. Jungen deutlich häufiger als Mädchen.

Und die gute Nachricht zuerst: Bei etwa drei von vier Kindern verschwindet das Stottern wieder — häufig schon im ersten Jahr. Das Problem ist nur: Vorher lässt sich nicht sicher sagen, welches Kind zu diesen drei Vierteln gehört und welches zu dem Viertel, bei dem es bleibt. Und je länger man wartet, desto kleiner wird die Chance, dass es von allein geht. Genau daraus entsteht im Ausland eine gefährliche Kombination.

Anzeichen

Abwarten war lange der Rat. Heute weiß man: nicht bei jedem Kind.

Weil so viele Kinder das Stottern von allein überwinden, lautete der alte Rat oft: erst mal abwarten. Für viele Kinder stimmt das. Für andere ist genau dieses Abwarten das Problem. Der Unterschied liegt in einigen Zeichen, auf die man achten kann.

01Normale Unflüssigkeit

Wiederholung ganzer Wörter,
ohne Anspannung.
Das Kind bemerkt es kaum und stört sich nicht daran.

Es passiert in Phasen und lässt wieder nach, oft dann, wenn viel Neues an Sprache dazukommt. In diesen Fällen ist Gelassenheit die beste Begleitung — und eine Einschätzung nimmt die Unsicherheit.

Kind spielt entspannt zu Hause — normale Sprech-Unflüssigkeit
Normale Unflüssigkeit · was Sie beruhigen darf
Kind mit Anspannung im Gesicht beim Sprechen — Warnzeichen
Wann Sie nicht länger warten sollten · die Warnzeichen
02Wann Sie nicht länger warten sollten

Laut- und Silbenwiederholungen,
Dehnungen, Blockaden — mit Anspannung.
Das Kind zieht mit — Augen, Gesicht, Hände.

Wenn das Stottern seit mehr als sechs bis zwölf Monaten besteht. Wenn Ihr Kind Wörter oder Situationen zu vermeiden beginnt. Wenn Stottern in der Familie vorkommt und dort nicht wieder verschwand. Wenn zusätzlich die Sprachentwicklung auffällig ist. Je mehr davon zutrifft, desto weniger sollte man auf die Zeit vertrauen.

Diese Zeichen richtig zu deuten
setzt jemanden voraus, der Ihr Kind
auf Deutsch hört und Sie auf Deutsch anleitet.

Warum das im Ausland fast nie zu finden ist, steht im nächsten Abschnitt.

04Das eigentliche Problem

Das Stottern ist überall gleich. Aber die Behandlung läuft über Sie — und Sie sprechen zu Hause Deutsch.

Bei diesem Störungsbild liegt der Auslandsnachteil an einer überraschenden Stelle.

Stottern ist — anders als eine Aussprachefrage — nicht an eine Sprache gebunden. Es sitzt in der Sprechplanung des Gehirns, nicht im Deutschen oder im Englischen, und zeigt sich in allen Sprachen des Kindes. Man könnte also meinen, eine Logopädin vor Ort könne genauso gut helfen. Das Gegenteil ist der Fall.

Die wirksamste Behandlung für stotternde Vorschulkinder findet nämlich nicht in der Therapiestunde statt, sondern bei Ihnen zu Hause — und Sie führen sie durch. In dem Verfahren, das die Leitlinien für dieses Alter empfehlen, dem Lidcombe-Programm, werden die Eltern zu Co-Therapeuten: Sie begleiten das Kind täglich für ein paar Minuten durch ganz normale Gespräche und geben in einem feinen Zeitfenster die richtige Rückmeldung. Die Therapeutin sieht das einmal pro Woche, justiert nach, zeigt, korrigiert, ermutigt. Das Kind wird flüssiger — nicht durch Übungstexte, sondern durch die alltägliche Sprache mit Ihnen.

Diese alltägliche Sprache ist bei Ihrer Familie Deutsch. Und genau hier scheitert die Versorgung vor Ort: Eine Logopädin, die auf Englisch, Französisch oder Arabisch arbeitet, kann Ihre deutschen Gespräche mit dem Kind nicht hören, nicht bewerten, nicht anleiten. Sie kann Ihnen nicht zeigen, wann im deutschen Satz die Rückmeldung fällt, ob Ihr Lob im richtigen Moment kommt, wie flüssig Ihr Kind auf Deutsch heute war.

Das Werkzeug dieser Therapie sind Sie — und das Werkzeug funktioniert auf Deutsch.

Dazu kommt die Zeit. Etwa drei von vier Kindern überwinden das Stottern, meist im ersten Jahr — aber die Chance sinkt mit jedem Monat, den es dauert. Wer im Ausland auf eine deutsche Lösung wartet, die es am Wohnort nie geben wird, lässt genau die Monate verstreichen, in denen eine Therapie am meisten bewirkt. „Abwarten" ist dort nicht eine Entscheidung — es ist der Zustand, der eintritt, weil niemand da ist.

Das Zeitfenster schließt sich, während Sie warten.
Das ist der Grund, warum Von Heimar existiert.

Familie zu Hause · Deutsch im Alltag
Die Eltern als Werkzeug · Auf Deutsch
Therapeutin leitet Eltern bei einer gemeinsamen Sprech-Situation mit dem Kind an
Wie wir arbeiten

Wir behandeln nicht über Ihr Kind hinweg. Wir arbeiten mit Ihnen.

Bei kleinen Kindern ist der wirksamste Weg kein Üben am Kind vorbei, sondern die richtige Begleitung im Alltag — durch Sie, angeleitet durch uns. Deshalb beginnt alles mit Klarheit und wird dann zu einer gemeinsamen Arbeit.

Drei Schritte · Eine Person
01Einschätzung · echtes Stottern?

Einschätzung — erst Klarheit, dann alles Weitere.

Wir hören zu — dem Kind und Ihnen. Wir schauen, ob es sich um normale Unflüssigkeit oder um echtes Stottern handelt, wie stark die Anspannung ist, ob Begleitzeichen dabei sind und welche Risikofaktoren vorliegen. Am Ende sagen wir Ihnen ehrlich, ob abwarten vertretbar ist oder ob wir beginnen sollten — und warum.

02Sie werden angeleitet

Sie werden angeleitet — auf Deutsch, im Alltag.

Wenn wir behandeln, machen wir Sie zu einem sicheren Begleiter. In der wöchentlichen Sitzung zeigen wir Ihnen genau, wie Sie im Alltag mit Ihrem Kind sprechen und im richtigen Moment die richtige Rückmeldung geben — auf Deutsch, in Ihren ganz normalen Gesprächen. Zu Hause sind es nur wenige Minuten am Tag. Wir sehen die Woche gemeinsam durch, justieren nach und bauen aus.

03Dieselbe Person, über die ganze Zeit

Dieselbe Person — über die ganze Zeit.

Stottern verläuft in Wellen — mal mehr, mal weniger. Deshalb braucht es jemanden, der den Verlauf kennt und nicht bei jedem Auf und Ab neu anfängt. Ihre Therapeutin bleibt dieselbe, begleitet die Fortschritte, die Stabilisierung und, wenn nötig, die Rückfallsicherung über längere Zeit.

04Ältere Kinder und Jugendliche

Der Weg verschiebt sich —
hin zur direkten Arbeit mit dem Kind.

Bei älteren Kindern und Jugendlichen verschiebt sich der Weg: weg von der Elternanleitung, hin zur direkten Arbeit mit dem Kind an Sprechtechnik und am gelassenen Umgang mit dem Stottern. Auch das begleiten wir — auf Deutsch, mit einer festen Person.

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Zwei Wege, ein Ziel

Wöchentlich online. Und vor Ort, wenn eine Phase es verlangt.

Online — Kontinuität.

Bei kleinen stotternden Kindern ist Online nicht die zweitbeste Lösung, sondern liegt in der Natur der Sache: Die eigentliche Therapie findet ohnehin bei Ihnen zu Hause statt, in Ihren Gesprächen mit dem Kind. Die wöchentliche Videositzung dient dazu, dass die Therapeutin Sie dabei sieht, anleitet und nachjustiert.

Ihr Kind bleibt in seiner Umgebung, ohne Wartezimmer, ohne fremden Raum. Woche für Woche dieselbe Person.

Intensiv vor Ort — Dichte.

Manchmal ist ein konzentrierter Block sinnvoll — zu Beginn, um sicher zu starten, oder bei älteren Kindern, um an einer Sprechtechnik zu arbeiten. Dann reist die Therapeutin, die Ihr Kind und Sie längst kennt, zu Ihnen — an den Genfersee, nach Singapur, nach Dubai.

Tägliche Begleitung über einige Tage, danach wieder online. Kein Bruch, kein fremdes Gesicht.

Was die Studien sagen.

Dass diese Art der Stottertherapie über den Bildschirm funktioniert, ist nicht neu, sondern in Studien untersucht: Das elternbasierte Vorgehen für das Vorschulalter wurde ausdrücklich auch als Videotherapie geprüft und wirkt. Und weil die tägliche Arbeit ohnehin zu Hause geschieht, verliert die Entfernung ihren Schrecken — die Therapeutin muss nicht im Raum sein, sondern an Ihrer Seite.

Dubai · Sieben Jahre
Das plötzliche Stottern

Er ist sieben, die Familie
lebt in Dubai.
Von einem Tag auf den anderen begann das Stottern.

Es zeigt sich auf Deutsch und auf Englisch. Die Eltern sind erschrocken und unsicher: reagieren oder ignorieren? Nachfragen oder überhören? Vor Ort gibt es niemanden, der ihnen auf Deutsch sagt, was jetzt richtig ist und was nicht.

Familie mit Sohn im Beratungsgespräch mit der Therapeutin
Familie zu Hause in einer ruhigen Alltags-Situation
Genf · Fünf Jahre
Das lange „Abwarten"

Sie ist fünf, in Genf geboren,
stottert seit über einem Jahr.
Der Kinderarzt vor Ort hat zum Abwarten geraten.

Weil es keine deutsche Logopädin gibt, ist Abwarten ohnehin der Normalzustand geblieben. Inzwischen zieht das Mädchen beim Sprechen die Schultern hoch und lässt manche Wörter aus. Die Eltern spüren, dass die Zeit gegen sie läuft.

London · Sieben Jahre
Die Therapie, die an den Eltern vorbeiging

Er ist sieben, lebt in London,
war bei einer Speech Therapist.
Freundlich, professionell — aber auf Englisch.

Die Eltern saßen daneben, ohne zu wissen, was sie zu Hause auf Deutsch tun sollten. Genau das, was zählt, blieb ungenutzt: die tägliche deutsche Sprache mit dem Kind.

Familie mit Sohn in Londoner Beratungsraum, Blick zur Therapeutin

Drei verschiedene Familien, dieselbe Lücke.
Am Wohnort kann niemand die Eltern auf Deutsch anleiten, während die Zeit läuft. Von Heimar ist für alle drei da.

Familie im Ausland · deutsche Muttersprache
Aus unserer ArbeitFamilien im AuslandDeutsch als Muttersprache
Was wir beobachten

Die größte Erleichterung ist oft
nicht die Therapie. Es ist zu wissen, was zu tun ist.

Die Eltern, die mit einem stotternden Kind zu uns kommen, tragen fast immer zwei Dinge mit sich: Angst und Ratlosigkeit. Angst, dass das Stottern bleibt. Und Ratlosigkeit, weil jeder etwas anderes rät — nicht hetzen, ausreden lassen, langsam sprechen, ignorieren — und niemand mit Sicherheit weiß, was stimmt.

Was wir beobachten: Ein großer Teil dieser Last löst sich schon, bevor die eigentliche Therapie greift — nämlich in dem Moment, in dem die Eltern verstehen, was Stottern ist und was nicht, dass sie nichts falsch gemacht haben, und dass es einen klaren Weg gibt. Aus Ratlosigkeit wird Handlungsfähigkeit. Und Kinder spüren diese Ruhe.

Und wir beobachten, wie viel es ausmacht, dass die Eltern selbst zu sicheren Begleitern werden — nicht Zuschauer einer fremden Therapie, sondern die Personen, die täglich mit dem Kind arbeiten. Bei manchen Kindern verschwindet das Stottern in dieser Begleitung. Bei anderen lernt das Kind, gelassen damit umzugehen.

Beides ist ein Weg,
den eine Familie im Ausland allein nicht findet.

Häufig gefragt

Häufige Fragen
von Eltern im Ausland.

Der erste Schritt

Alles beginnt mit
einem Gespräch.

20 bis 30 Minuten, per Video. Sie erzählen uns, seit wann Ihr Kind stottert, wie es sich zeigt und was Ihnen auffällt. Wir hören zu und sagen Ihnen ehrlich, ob abwarten vertretbar ist oder ob wir beginnen sollten — und wie Von Heimar helfen kann.

Erstgespräch — Einschätzung — Plan — Beginn.

Kein Rezept. Keine Wartezeit. Keine Anträge.

Kein Formular mit 20 Feldern · Auch buchbar über Ihre Assistenz