Deutsche Bank, Goldman Sachs, DeepMind — und ein Kind, dessen Deutsch niemand einschätzen kann.

Sie arbeiten in der City, in Canary Wharf, in Mayfair. Oder in King's Cross, in Shoreditch, in South Bank. Deutsche Bank, Goldman Sachs, McKinsey, Siemens, DeepMind — oder die eigene Firma. Sie leben in Richmond, in Wimbledon, in Hampstead, in Dulwich. Ihre Kinder gehen auf die Deutsche Schule London in Petersham — oder auf eine der britischen Schulen, die Sie für die bessere Wahl halten.
Und dann sagt die Lehrerin: Ihr Kind hat sprachliche Auffälligkeiten. Oder: Sie merken es selbst. Das Deutsche Ihres Kindes klingt anders als das der Cousine in Hamburg. Einfacher, stockender, mit Fehlern, die ein Fünfjähriger in Deutschland nicht mehr machen würde. Sie fragen Ihren Kinderarzt beim nächsten Heimatbesuch. Der sagt: Logopädie. Sie googeln „Logopädie London" — und finden: nichts.
Was Sie finden: englischsprachige SLTs. Gute, qualifizierte, sofort verfügbar — privat. Aber keine davon kann beurteilen, ob die deutsche Sprachentwicklung Ihres Kindes altersgemäß ist. Und keine davon kann die Frage beantworten, die Sie wirklich beschäftigt: Hat mein Kind eine Störung — oder ist es einfach das London-Deutsch?









